Austria Formel 3/Austria Formel Renault Cup
(Spielberg). Motorsport zum Anfassen und zum Mitfiebern, so hieß das Motto beim 2.Lauf zum Austria Formel 3 Cup und des Austria Formel Renault Cup auf dem neu eröffneten Red Bull Ring in Österreich. Die Rennstrecke in Spielberg wurde erst eine Woche vor dem Car4you-Saisonopening eröffnet. Im Austria Formel 3 Cup wurde Alon Day (ISR) mit seinem Dallara VW seiner Favoritenrolle gerecht. Der derzeitige Fünfte aus dem deutschen ATS Formel 3 Cup ließ in beiden Läufen nichts anbrennen und holte unangefochten einen Doppelsieg. Day kam mit einigen Vorschußlorbeeren zum Red Bull Ring. Hatte er doch beim ATS Formel 3 Lauf auf dem Sachsenring im zweiten Quali die Pole herausgefahren.
Hinter dem Israeli kam Sandro Zeller mit seinem Dallara Mercedes in Spielberg zweimal auf Rang zwei. Das der Eidgenosse in beiden Rennen im letzten Drittel gegenüber Day Boden verlor stimmte Zeller nicht traurig. “Ich habe schon dagegengehalten. Am Ende musste ich ihn jedes mal ziehen lassen“, so Sandro Zeller, der die Tabellenführung im Austria Formel 3 Cup vorerst ausbauen konnte. Zum fleißigen Punktesammler avancierte in der Steiermark Florian Schnitzenbaumer. Im ersten Lauf kletterte der Pilot aus dem Team von Franz Wöss Racing auf Platz drei. Das ihm sein Teamchef im zweiten Head diesen Rang streitig machte, wird Schnitzenbaumer schon wurmen. Jedenfalls nutzte Wöss eine Lücke , um an ihm vorbei zu ziehen. In der Gesamtwertung kann Schnitzenbaumer aber nach vorn blicken. Sein ärgster Widersacher Philippe Chuard fehlte wegen einer Handverletzung in Spielberg. Immer besser in Fahrt kommt Michael Aberer. Der Lokalmatador verbuchte immerhin 12 Punkte aus beiden Läufen und hat derzeit Platz vier inne. Hinter ihm liegt Marcel Tobler aus der Schweiz, der zugleich in der Austria Formel 3 Trophy (Fahrzeuge Bauj.1992-2001) seine Führung ausbauen konnte. Dominik Kocher bleibt in der Verfolgerspur. Der 19-jährige Schweizer bestreitet seine erste Formel 3 Saison und kommt immer besser zu recht. Nur eine Punkt hinter Kocher liegt Andreas Holzer. Er fuhr mit seinem Dallara Opel auf dem Red Bull Ring respektabel und holte wie beim Saisonauftakt in Hockenheim 10 Punkte.
Im Austria Formel Renault Cup hat der Doppelsieger von Spielberg Thomas Aregger auf die Konkurrenz Boden gut gemacht. Der Luzerner fuhr in beiden Rennen überlegt und hielt sich aus möglichen Rangeleien heraus. Im Kampf um die Tabellenspitze konnte Thomas Amweg in Österreich durch zwei konstante Läufe überzeugen. Er liegt allerdings nur einen Punkt vor Kurt Böhlen, der in beiden Heads nicht an Aregger und Amweg vorbei kam. Wie in Hockenheim bestimmten die Schweizer Formel Renault Fahrer die Pace. Amweg, Böhlen und Aregger liegen derzeit nur um einen Zähler auseinander. Ihnen am nächsten kam wie vermutet der Franzose Steeve Gerard. Der Aufwärtstrend des Franzosen hat sich in Spielberg bestätigt. Er scheint am ehesten in der Lage zu sein, in die Phalanx der Eidgenossen eingreifen zu können. Um einiges besser lief es beim Team One aus Frankreich. Gregory Striebig bildet nach wie vor die Speerspitze. Remy Kirchdörffer und Remy Striebig konnten sich um einiges verbessern. Doch bis zur Tabellenspitze bleibt es ein weiter Weg.
Rolf Schindler (25.05.2011)
(Presse Austria Formel 3 Cup)
- Erstellt am Mittwoch, 25. Mai 2011 13:27
