Zeller und Benalli prägen ein intensives Rennwochenende
28. April 2026
Austria Formel Cup Imola
Sprint-Rennen: Frühes Chaos und Benalli-Premiere
Das erste Rennen des Wochenendes begann turbulent: Bereits in der Variante Tamburello kam es zu einer Kollision mehrerer Piloten. Marco Falci (ASD Autodromos – Nannini Racing) verschätzte sich beim Anbremsen und räumte dabei unter anderem Titelverteidiger Sandro Zeller (Jo Zeller Racing) sowie Stig Larsen (Franz Wöss Racing) ab. Für alle drei war das Rennen vorzeitig beendet. Während der anschließenden Gelbphase kam es zudem zu einem weiteren Zwischenfall, als Norbert Groer (Team Hoffman Racing) auf Umberto Vaglio (Giordano Motorsport) auffuhr, wodurch auch Groer sein Rennen ebenfalls in der ersten Runde beenden musste.
Nach der Safety-Car-Phase entwickelte sich ein intensiver Kampf an der Spitze. Riccardo Perego (Corbetta Racing) übernahm zwischenzeitlich die Führung, musste sich jedoch einem stark auftrumpfenden Andrea Benalli (Puresport) geschlagen geben. Benalli nutzte seine Chance konsequent und sicherte sich den Sieg im Sprint vor Riccardo Perego, Michael Fischer (Red Rose Racing by LRT), Christof Ledermann (Franz Wöss Racing) und Andre Petropoulos (Hoffman Racing), die die Top 5 komplettierten.
Feature Race: Zeller kontrolliert, harte aber faire Duelle
Am Sonntag zeigte sich ein anderes Bild: Sandro Zeller (Jo Zeller Racing) erwischte einen perfekten Start und setzte sich gemeinsam mit Michael Fischer (Red Rose Racing by LRT) früh vom Feld ab. Fischer erhielt später eine 5-Sekunden-Strafe für einen Frühstart. Bereits in der ersten Runde musste Umberto Vaglio (Giordano Motorsport) sein Rennen vorzeitig beenden. Das Mittelfeld blieb extrem eng beisammen und sorgte für zahlreiche harte, aber stets faire und sportlich saubere Zweikämpfe – genau das Racing, das die Serie auszeichnet.
Für zusätzliche Spannung sorgten zwei Safety-Car-Phasen: zunächst nach einem Dreher von Luca Iannacone (Giordano Motorsport) im Bereich Acque Minerali, später nach einem weiteren Zwischenfall mit Walter Steding (Team Hoffman Racing), der auf der Strecke zum Stillstand kam. Hinter der Spitze entwickelte sich ein durchgehend intensives Rennen mit zahlreichen Positionskämpfen. Andrea Benalli (Puresport) blieb dabei stets in Schlagdistanz zur Spitze und bestätigte seine starke Form. Über das gesamte Feld hinweg wurde hart, aber fair um Positionen gekämpft, was für ein durchgehend aktives und spannendes Rennen sorgte.
Imola-Bilanz: Rennwochenende mit klaren Signalen
Sandro Zeller (Jo Zeller Racing) kontrollierte das Feature Race souverän und sicherte sich den Sieg, während Andrea Benalli (Puresport) mit Konstanz und starken Leistungen über das gesamte Wochenende hinweg zu den großen Gewinnern zählt. Michael Fischer (Red Rose Racing by LRT) zeigte ebenfalls eine starke Performance, denn die 5 Sekunden Zeitstrafe wegen eines Jump Starts kostete ihn nur deshalb eine Position, weil die Rennleitung irrtümlicherweise falsch abgewunken hat und deshalb die Runde davor als Zieleinlauf gewertet wurde. Das Wochenende in Imola unterstrich erneut die enorme Leistungsdichte im Feld des Austria Formel Cups. Zwei unterschiedliche Rennen, viele Zweikämpfe, mehrere Safety-Car-Phasen und faire Duelle auf hohem Niveau sorgten für ein rundum gelungenes Motorsport-Event.
In der Meisterschaft ergibt sich nach dem zweiten Saisonlauf ein hochspannendes Bild: Sandro Zeller (Jo Zeller Racing) übernimmt mit 75 Punkten knapp die Führung vor Andrea Benalli (Puresport) mit 74 Punkten. Dahinter folgt Michael Fischer (Red Rose Racing by LRT) mit 42 Punkten bereits etwas distanziert, aber weiterhin klar in Schlagdistanz. Marco Falci (ASD Autodromos – Nannini Racing) liegt mit 27 Punkten auf Rang vier, knapp vor Stig Larsen (Franz Wöss Racing) mit 26 Punkten und Riccardo Perego (Corbetta Racing) mit 25 Punkten, die das enge Mittelfeld anführen. Auch Christof Ledermann (Franz Wöss Racing) mit 24 Punkten sowie Kurt Böhlen (Jo Zeller Racing) mit ebenfalls 24 Punkten liegen dicht beieinander und sorgen für zusätzliche Spannung in der Meisterschaft.
Die Vorfreude auf das dritte Saisonrennen in gut zwei Wochen (15.–17. Mai) am Automotodrom Grobnik in Rijeka (Kroatien) ist groß.
Ciao a tutti da Imola.
Media Austria Formel Cup